Etappe S 14: Wanderurlaub mit dem Vierbeiner

Etappe S 14: Wanderurlaub mit dem Vierbeiner

Haunkenzell – Konzell; Unter dem Motto Wanderurlaub mit dem Vierbeiner

Wir genießen unseren Wanderurlaub mit dem Vierbeiner; auch wenn man bei uns nicht ganz von Urlaub sprechen kann, weil wir höchstens eine Übernachtung bleiben. Bei den letzten Etappen war die Zeit leider so knapp, dass wir jedes Mal nachmittags wieder heimgefahren sind. Wir fanden das schade, Kira dagegen ist das egal: Hauptsache, der Spaziergang war lang genug.

Start in Haunkenzell

Bei stark bewölktem bis regnerischem Wetter starten wir in Haunkenzell. Es ist kühl heute, da ist eine Regenjacke absolute Pflicht!
Kira ist nicht ganz überzeugt, ob sie auf mein Rufen hin die Richtung wechseln soll oder nicht!
Ein letzter Blick zurück nach Haunkenzell (seht ihr den Kirchturm zwischen den Bäumen?) und wir wandern auf Wiesen- und Waldwegen bis nach Stubenhof, einem Ortsteil von Stallwang.
Die heutige Etappe hat eine Länge von 13 km; das sollte gut zu schaffen sein. Allerdings wird im Goldsteig-Führer vor dem anstrengenden Aufstieg zum Gallner gewarnt. Dort soll man mit seinen Kräften haushalten, heißt es.
Papperlapapp; kein Problem für uns, oder ?! Wir sind guter Dinge, denn die Witterung lässt ein flottes Tempo zu, ohne dass man sofort zu schwitzen beginnt. Trödeleien sind heute eh´ nicht gefragt, weil man beim Stehenbleiben schnell zu frösteln beginnt.

Ein zugewachsenes Wegstück

Kurz vor Stubenhof auf einem abgeholzten Waldstück ist der Goldsteig-Weg kurzzeitig so zugewachsen, dass wir nur mühsam durchkommen (man bleibt leicht an den Dornen der Beerensträucher hängen). Scheinbar ist hier die Zahl der Wanderer so gering, dass sich die Pflanzen in aller Ruhe auf dem Weg ausbreiten konnten. Aber egal, wir sind durch und schon geht´s weiter.
Weil wir heute wieder das Startfoto vergessen haben, hier noch eine Aufnahme von uns beiden vor einer Damwild-Koppel in Stubenhof.

Aufwärts in Richtung Gallner

Falls Sie als meine Leser einen Wanderurlaub mit dem Vierbeiner planen, kann ich den Goldsteig-Wanderweg mit seinen vielseitigen Etappen nur empfehlen.
Die nächsten Kilometer der Strecke führen uns nicht steil, aber stetig bergauf.
Kurze Zeit später bin ich einen kleinen Moment am Überlegen, ob ich statt des Goldsteig-Wanderwegs auf den Jakobsweg umschwenke. Als ich allerdings die Kilometeranzahl sehe, verschiebe ich diese Unternehmung auf nächstes Jahr.
Nur noch gut 2 km; der Hausberg der Gemeinde Konzell ist nahe. Es ist doch ganz schön anstrengend, aber es macht auch Spaß, mal so richtig aus der Puste zu kommen.
Bevor wir den Gipfel des Gallners mit einer Höhe von 709,5 m erklimmen, machen wir kurz Station auf dem Einödhof. Dort hat die junge Generation der Gallner-Bauern das alte Bauernhaus renoviert und wohnt selbst darin. Als kleine Zusatzinformation: namensgebend für den Gallner war seine Bedeutung als Bergweide für das Jungvieh.
Das ist wirklich eine Augenweide! (ich meine natürlich das Haus 🙂 )

Die Gallnerkirche – ein beliebtes Wallfahrtsziel

Direkt unterhalb des Hofes befindet sich das uralte Gallnerkirchlein. Im Jahr 1490 wurde es erstmals in einer römischen Urkunde genannt, die Erbauung muss noch viel weiter zurückliegen, möglicherweise bis zur Keltenzeit.
Der Kirchenpatron der idyllischen kleinen Kirche ist der Hl. Sixtus, um den sich viele Sagen ranken. Um 1800 fiel die Gallner-Kirche der Säkularisation (Aufhebung kirchlicher Institutionen und Verstaatlichung des Besitzes) zum Opfer. Sie wurde von einem Bauern aufgekauft, unter der Auflage, sie zu einem Wohnhaus oder Stall umzuwandeln. Ungefähr 50 Jahre später wurde, auf Drängen des damaligen Pfarrers von Konzell, diese Entweihung des Gotteshauses  aufgehoben. Seither dürfen dort wieder Gottesdienste stattfinden. Seit der Renovierung zwischen 1976-1980 erstrahlt das Gallnerkirchlein wieder in vollem Glanz.

Hinauf zum Gipfel

Auf dem direkten Weg zum Gipfel auf einer kleinen Teerstraße werfen wir einen Blick zurück zur Kirche. Leider ist es heute etwas neblig, aber das Wetter kann unsere Freude über den gelungenen Aufstieg nicht trüben.
Wir sind ganz oben! Das erste Gipfelkreuz wurde 1977 durch die Sektion Straubing des Bayerischen Waldvereins und der Weiß-Blau-Königstreuen aufgestellt. Das jetzige Kreuz wurde am Pfingstmontag 2002 feierlich eingeweiht.
Seit über 30 Jahren veranstaltet der Bayerische Waldverein, Sektion Konzell, jährlich am Pfingstmontag das Gallnerbergfest, das über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist.
Und so sieht ein richtiger Goldsteig-Wander-Hund aus!

Von nun an geht´s wieder bergab

Unsere Wanderung führt uns weiter auf Waldwegen in Richtung Denkzell. Bis dorthin sind es noch ca. 4 km. Das zur Gemeinde Konzell gehörende Dörfchen Denkzell ist ehemaliges „Golddorf“. Im Jahr 1995 wurde es auf Bundesebene im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet.
Impressionen von Denkzeller HäusernHaus in Denkzell

Konzell, das Etappenziel

Bei unserem Wanderurlaub mit dem Vierbeiner  bzw. der heutigen Etappe Haunkenzell-Konzell bleiben noch 2 Kilometer und wir erreichen unser Etappenziel Konzell. In der Ortsmitte, gegenüber der Kirche und direkt neben dem Grundschuleingang, machen wir unser Abschlussfoto vor dem Goldsteig-Etappenschild.
Wanderurlaub mit dem Vierbeiner Beim ersten Versuch war von Kira nur ein bißchen Fell zu sehen, sonst nichts; also haben wir beim zweiten Versuch lieber unsere Köpfe abgeschnitten, damit Kiras Kopf ganz zu sehen ist.

Unsere Fleißaufgabe für heute

Und weil wir noch gar nicht müde sind, machen wir ein paar Zusatzschritte. Die nächste Etappe S 15 startet normalerweise in der Ortsmitte; wir absolvieren diesen ersten Kilometer heute noch. Wir marschieren an der Pfarrkirche St. Martin und dem Friedhof vorbei, über die Hauptstraße hinunter bis zum Bleichhaus. Dort genießen wir den friedlichen Anblick von grasenden Pferden auf der Koppel. Noch weiter bergab geht es und durch den Talgrund auf der anderen Seite hoch zum Donau-Regen-Radwanderweg.
Da sind wir nun und beenden offiziell unseren Wanderurlaub mit dem Vierbeiner für heute.
Wir gehen (inoffiziell) auf dem Radweg bis Kumpfmühl und dann nach Hause. Ich freue mich schon auf die nächste Etappe!

 

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