Bogener Kerzenwallfahrt am Pfingstsonntag – Darstellung des Brauchtums in Bayern

Bogener Kerzenwallfahrt am Pfingstsonntag – Darstellung des Brauchtums in Bayern

Seit 534 Jahren gehört die Bogener Kerzenwallfahrt zu den großen Brauchtumsveranstaltungen an den Pfingsttagen in Bayern. Diese Fußwallfahrt mit jährlich ca. 400 Teilnehmern führt von Holzkirchen (Gemeinde Ortenburg im Passauer Land) zur 75 km entfernten Wallfahrtskirche auf den Bogenberg bei Bogen.
Die Kerze, genannt “Die lange Stang”, ist ein von Wachs umwickelter, ca. 13 Meter langer und ein Zentner schwerer Fichtenstamm, der auf der Schulter und an manchen Stellen sogar stehend getragen wird. Die Entstehung dieser Wallfahrt geht auf das 15. Jahrhundert zurück, als eine verheerende Borkenkäferplage die Wälder um Holzkirchen bedrohte. Seither bringen die Holzkirchener ihrem Gelübde nach der Muttergottes auf dem Bogenberg jedes Jahr dieses Kerzenopfer. Das Gnadenbild stellt eine “Maria der Hoffnung” dar.

Der nur 20 km vom Parkhotel Reibener-Hof entfernte Wallfahrtsort Bogenberg gilt als ältester Marienwallfahrtsort von Bayern. In der auch für Urlaubsgäste sehr interessanten Kirche berichtet eine Steintafel von der Entstehung der Wallfahrt. Im Jahre 1104 kam das Gnadenbild, eine Steinmadonna, auf der Donau angeschwommen und wurde von Graf Aswin von Bogen in seiner Schlosskapelle aufgestellt.

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