Holzbank

Etappe S 17 Grandsberg – Landshuter Haus

Der Herbst ist da; davon kann man heute auf unserer 17. Etappe auf dem Goldsteig, einem der Top Trails of Germany wirklich sprechen. Die Temperatur ist im Keller, und der Wind bläst einem die Blätter um die Ohren. Meine Begeisterung hält sich deshalb heute in Grenzen.

Von Kalteck aus geht´s bergauf auf den Top Trails of Germany

Wie im letzten Text bereits erwähnt, haben wir schon ein wenig vorgearbeitet. 6 Kilometer der heutigen Etappe haben wir beim letzten Mal schon abgearbeitet bzw. -gewandert. Insgesamt ist diese Etappe 22,5 Kilometer lang; da haben wir schon ein  schönes Polster.
Wir sind auf heute erst wieder um ca. 10 Uhr losgegangen, weil die Fahrerei ziemlich lange dauert (die Strecke von einem Punkt zum anderen ist jetzt relativ weit, weil die Berge dazwischen sind und man immer rundherum fahren muss).
Wir gehen in Kalteck los und marschieren über Wald- und Wiesenwege, die heute nicht direkt an einen der Top Trails of Germany erinnern. Die heutige Witterung hat sie ziemlich aufgeweicht; aber naja, auch Top Trails können Schwächen haben!
Das Wasser zum Trinken für Kira läuft eigentlich oben beim Brunnen heraus, aber scheinbar hat sie etwas Interessanteres entdeckt.

Der Regensburger Stein

Weiter geht´s; und schon bald sind wir am Regensburger Stein angelangt.
Top Trails of Germany Kira ist (wie fast immer) die Erste und hier ein richtiger Gipfelstürmer-Wauzi!
Die Aussichtskanzel, auf der Kira gerade steht, ist ein 783 m hoher Felsblock aus Perlgneis. Von diesem geschützten Naturdenkmal aus hat man, wie der Name schon verrät, einen Fernblick auf Regensburg. Ebenso kann man bei gutem Wetter über die Donauebene und den Gäuboden hinweg bis zum Alpenrand sehen.
FOTO8814Nebel Diese Aussicht ist leider heute vernebelt!

Auf zum Vogelsang

Wir wandern weiter durch den Wald. Die Nässe macht es unmöglich, sich auf der gemütlichen Goldsteig-Sitzbank niederzulassen.
Holzbank
Aber zumindest eine kurze Sitzpose für ein Foto muss drin sein!
Ein Forstweg bringt uns zum Berg Vogelsang mit einer Höhe von ca. 900 m. Ein Berg, so wie man sich einen richtigen Berg vorstellt, ist es nicht. Sondern mehr ein Hügel mit dichtem Wald ringsum.
Vogelsang Auf dieser Hochwaldlichtung des Vogelsang spürt man eine ganz besondere, irgendwie bezaubernde Stimmung. Das entschädigt für den fehlenden Ausblick.

Bergab nach Bergern und Mühlen

Auf dem Forstweg geht es nun stetig bergab. Unsere nächsten Ziele sind Bergern und Mühlen, beides Ortsteile von Grafling. Mittlerweile befinden wir uns jetzt schon im Landkreis Deggendorf, der 9. oder 10. Landkreis seit Beginn der Tour am Goldsteig, einem der Top-Trails of Germany.
Irrweg Jetzt stehen wir an einer Kreuzung: ich bin mir noch unsicher, welche Seite die richtige ist; Kira dagegen hat sich schon entschieden!
Mein Mann hat heute ein Wellnesshotel als Unterkunft für uns ausgesucht. Weil uns kalt ist und wir gern ein paar Stunden in der Saunalandschaft des Hotels geniessen wollen, beschließen wir, diese Etappe morgen zu beenden.
Bayerischer Wald Mit einem Abschlussblick ins Tal beenden wir unsere heutige Wanderung. Morgen geht´s dann wieder los mit neuem Elan!

Unser bestes Angebot für Wanderer:

Wandern am Goldsteig mit Transfer. Übernachten im Hotel und wir bringen und holen Sie zur nächsten Etappe.

Hotel am Goldsteig

Unsere Wandertour in Bayern am Goldsteig

Die etwaigen Hindernisse auf der Wandertour in Bayern am Goldsteig-Weg sind wir jetzt schon gewohnt: wie etwa die oft nervenaufreibende Fahrerei mit zwei Autos (mit beiden Autos zum Etappen-Zielort, dort eins parken, dann mit dem anderen wieder zurück zum Anfangspunkt, von dort aus wandern, am Zielort angekommen mit dem einen Auto wieder zurück zum Anfangspunkt, um das andere Auto abzuholen…). Habt ihr das alles verstanden?!
Naja, halb so schlimm; die Wanderung ist auf jeden Fall immer sehr schön, oft zwar anstrengend, aber alles in allem unvergeßlich.

Start in St. Englmar

Drum legen wir heute wieder los zur Etappe St. Englmar – Grandsberg; so ist sie zumindest im Goldsteig-Führer benannt. Die Länge der heutigen Wanderung beträgt (nur!) 10 km. Das hört sich ja nach einem gemütlichen Spaziergang für uns drei an.
Wandertour in Bayern Zum guten Anfang gehört ein gelungenes Startfoto.
Los geht die Wandertour in Bayern beim Parkplatz am Predigtstuhl-Resort. Von dort aus über die Straße gehen wir an Holz-Ferienhäusern vorbei in Richtung Lehrpfad Waldgebirge und dann zum Predigtstuhl.
Wir passieren den Skilift von Markbuchen und halten uns geradewegs bergauf. Der Weg führt auf dem Skiabfahrtshang, im Sommer ein Wiesenweg, in Richtung Predigtstuhl-Gipfel.

Der erste Tausender in Sicht

Predigtstuhl Bei einer kurzen Verschnaufpause während des Aufstiegs zeigt sich ein grandioser Weitblick auf das Bergpanorama in den Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Noch ein Stück, dann ist der Gipfel (und das Gipfelkreuz) des Predigtstuhls mit einer Höhe von 1024 m erreicht.
Predigtstuhl Die Freude über den ersten Gipfelsturm heute steht meinem Mann förmlich ins Gesicht geschrieben.

An einer Wetterschutzhütte vorbei marschieren wir flott weiter.

Knogl – der zweite Tausender

Als höchster Berg der Gemeinde St. Englmar ist der Knogl mit seinen 1056 m der Hausberg. Zu der Wandertour in Bayern gehört erneut der Aufstieg, auf Pfaden mit vielen Wurzeln und Steinen, aber kurze Zeit später sind wir auch schon da. Das Gipfelkreuz mit einer kleinen Holzhütte daneben ziert den Gipfel.
Golden Retriever Bei diesem Foto könnte man sich fragen, wer von beiden der echte Knogl-Zwerg ist!
Auf Wiesen- und Waldwegen wandern wir weiter, erfreut über einen so herrlich sonnigen Tag, an dem wir das Glück haben, eine solch schöne Wanderetappe gehen zu können.
Bergblick Hier zeige ich euch erneut ein Panoramafoto mit einem wunderbaren Ausblick.

Alle guten Dinge sind drei

Bis zum Hirschenstein haben wir noch ca. 4 km vor uns. Bevor der Weg langweilig zu werden beginnt, stehen wir bereits auf der Lichtung von Ödwies. Wir beschließen, Rast zu machen und uns zu stärken.
Brotzeit Auf einer gemütlichen Holz-Sitzgruppe packen wir unsere (von zuhause mitgebrachten) Köstlichkeiten aus. Sehr viel ist es zwar nicht, aber für eine Brotzeit reicht es. Und bei der heutigen geringen Etappenlänge sehen wir uns zum späten Mittagessen bereits wieder zu Hause.
Weiter marschieren wir durch herrlich bunte Laubwälder. Die abgefallenen Blätter liegen wie Teppiche vor uns, in gelb, orange, rot und braun. Noch um eine Kurve gehen, und dann:
Hirschenstein Wir stehen vor dem Aussichtsturm des Hirschenstein (1095 m) und einem großen Rastplatz mit Unterstand, Tischen und Bänken. Kira versucht wagemutig, noch vor uns den Aussichtsturm zu erklimmen. Der Abstieg fällt ihr dann aber wieder sichtlich schwer und sie zittert ein wenig.
Bergblick Der Blick auf die Gäubodenregion beeindruckt uns sichtlich!

Sind wir heute schon fertig?

Das kann doch heute noch nicht das Ende der Etappe auf der Wandertour in Bayern sein, oder? Doch, eigentlich schon. Aber laut Goldsteig-Führer geht man weiter ins 4 km entfernte Grandsberg, in dem sich ein Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit befindet. Das wollen wir nicht, da das Wegstück Hirschenstein- Grandsberg nur Goldsteig-Zubringer ist. Um den Goldsteig wieder zu erreichen, muss man dieses Stück wieder zurückgehen.
Wir beschliessen stattdessen, die nächste Etappe, die mit stattlichen 22 km aufwartet, etwas abzukürzen und ein Stück davon heute zu gehen.
So wandern wir weiter, auf Waldwegen, an imposanten Felsen vorbei.
Golden Retriever  Wie gemacht für Kiras Höhenflüge!

Der Rauhe Kulm ist auch noch da

Bis zum nächsten Berg, dem Rauhen Kulm (1050 m), ist es nicht weit. Und danach geht es bergab in Richtung Kalteck. Auf Wiesenwegen erreichen wir nach weiteren 2 km den kleinen Ort Kalteck, ein Teil der Gemeinde Achslach.
Und was haben wir denn da?
Etappenziel In Kalteck werden wir fündig: die Goldsteig-Etappentafel (oder was das auch immer genau ist) fungiert als Hintergrund für das heutige Abschlussfoto. Schön war´s heute wieder!

Seien Sie dabei und Wandern am Goldsteig inclusive Übernachtung und Transfer vom Wellnesshotel im Bayerischen Wald dem Reibener-Hof.

Qualitätsweg im Bayerischen Wald

Etappe S 15 auf dem Goldsteig Qualitätsweg im Bayerischen Wald

Heute steht uns wieder das Wandern auf einem Qualitätsweg im Bayerischen Wald von Konzell nach St. Englmar bevor.
Von zuhause aus den Tourtag beginnen, das ist schon eine tolle Sache! Das kommt auch (logischerweise) nur einmal vor. Aber heute ist es soweit. Der Etappenanfang ist ja eigentlich in Konzell, aber das Stück bis zum Donau-Regen-Radweg haben wir bei der 14er Etappe schon absolviert. Also fangen wir dort wieder an und nehmen das zusätzliche Stück von Reiben bis zur Abzweigung Kreuzhaus als „Aufwärmübung“ wahr.

Blick zurück nach Konzell

Goldsteig Wanderer Und da sind wir schon: frisch und munter, mit viel Elan für eine anstrengende Etappe. Zu bewältigen sind heute 17 km, die Strecke ist im Goldsteig-Führer aber als schwer eingestuft. Also wir sind gespannt!

In Bezug auf Brotzeit sind wir gut eingedeckt: Josef hat uns Käsestullen, Ei und Banane eingepackt; das dürfte für einen großen Hunger reichen.
Der erste Hügel führt uns nach Hochholz.Konzell Von dort hat man einen wunderbaren Blick hinüber zum „Konzeller Dörferl“, dem auch (fällt mir gerade so ein) ein altes Lied gewidmet ist.
S´Konzeller Dörferl is scheibenkugelrund, ja da wenn ma außn umma geht, dann beißt eahm koa Hund!
Ein Stück weiter durch den Wald, immer stetig etwas bergauf, und wir sind in Zierling. Wie man sieht, hat uns das erste Stück beim Wandern auf einem Qualitätsweg im Bayerischen Wald schon richtig eingeheizt, denn unsere Jacken haben wir beide schon abgelegt!

Weiter in Richtung Kreuzhaus

Etwas weiter oben müssen wir schon wieder kurz pausieren, denn hier hat man einen herrlichen Ausblick.
Durch bunt gefärbte Laubwälder marschieren wir weiter zum Kreuzhaus, das als erste Einkehrmöglichkeit in der Goldsteigkarte genannt ist. Und man möchte es nicht für möglich halten: das Wirtshaus am Kreuzhaus hat geöffnet. Die Wirtin ist zwar beim Putzen, und der Wirt und ein Arbeiter werkeln im Nebengebäude, das als Ferienwohnung umgebaut werden soll. (was uns dann vom Wirt erzählt wird)
Susanne Schegerer Zum Mittagessen ist es noch zu früh, aber eine Radler gönnen wir uns. Und wie man sieht, ist diese gut für meine Gesichtsfarbe! Oder war das doch der Aufstieg?!
Wir sind hier auf 887 m Höhe, und es geht weiter, auf ziemlich einfacher Strecke an der Hansl-Hütte vorbei.
Hansl Hütte Kira untersucht diese sofort nach Essensresten oder sonstigem „verwertbaren“ Material.
Über Riedelswald geht es dann steil bergab nach Redlmühle. Dort überqueren wir die Straße, um uns dann auf den nächsten großen Anstieg zur Käsplatte (979 m) vorzubereiten.

Von nun an geht´s (wieder) bergauf

Die nächsten beiden Kilometer beim Wandern auf einem Qualitätsweg im Bayerischen Wald sind anstrengend: Zuerst führt noch ein schöner Waldweg nach Kolmberg. Dort pausieren wir und vertilgen unsere leckere Brotzeit. Die Stärkung können wir auf jeden Fall gebrauchen; denn von da an erwartet uns ein steiniger Waldweg, mit vielen Wurzeln und Sträuchern.
Mann mit Hund in der Natur Wir kommen ganz schön ins Schwitzen und auch Kira hechelt, was sie kann.
Aber dann ist es da: das Gipfelkreuz der Käsplatte, erneut mit grandioser Aussicht. Wir bleiben kurz stehen und freuen uns über unsere herrliche Heimat, von der man oft viel zu wenig sieht oder weiß. Aber mit unserer Goldsteigtour in diesem Jahr sind wir dabei, mehr von unserer Umgebung zu entdecken. Und das macht so richtig Spaß!

Noch ein Gipfel muss es sein

Die Waldwege führen uns weiter über Hinterwies in Richtung nächster Gipfel!
Goldsteig Wandertafel Ja, richtig gelesen: der Pröller, erster 1000er für heute, wird noch erklommen. Wir gehen am Waldrand entlang, neben der Skipiste, und es geht nochmal richtig bergauf.
Viechtacher Skihütte An der Viechtacher Skihütte machen Kira und ich kurz Halt, um von dem Rinnsal aus dem Brunnen Kiras Wasserflasche nochmal aufzufüllen. Sie hat heute so viel Durst, dass sie bereits lange vorher alles ausgetrunken hat (oder sagt man: ausgesoffen?!). Am Lifthäuschen vorbei, und sogleich kommen wir am 1048 m hohen Pröllergipfel an.
Und so sieht ein echter Gipfelstürmer aus!

Etappe fast geschafft

Auf dem letzten Kilometer läuft es sich locker; leicht bergab nach St. Englmar, dem heutigen Etappenziel. Am oberen Ende von St. Englmar, gegenüber dem Hotel Predigtstuhl Resort, kommen wir aus dem Wald heraus; genau richtig dort, wo wir unser Auto geparkt haben.
Goldsteig Ziel Ein Abschlussfoto vor dem Goldsteig-Etappenschild mit lauter zufriedenen Gesichtern ist schon etwas Schönes, oder?!
Seien Sie dabei und Wandern am Goldsteig inclusive Übernachtung und Transfer vom Wellnesshotel im Bayerischen Wald dem Reibener-Hof.

 

Haunkenzell – Konzell; Unter dem Motto Wanderurlaub mit dem Vierbeiner

Wir genießen unseren Wanderurlaub mit dem Vierbeiner; auch wenn man bei uns nicht ganz von Urlaub sprechen kann, weil wir höchstens eine Übernachtung bleiben. Bei den letzten Etappen war die Zeit leider so knapp, dass wir jedes Mal nachmittags wieder heimgefahren sind. Wir fanden das schade, Kira dagegen ist das egal: Hauptsache, der Spaziergang war lang genug.

Start in Haunkenzell

Bei stark bewölktem bis regnerischem Wetter starten wir in Haunkenzell. Es ist kühl heute, da ist eine Regenjacke absolute Pflicht!
Kira ist nicht ganz überzeugt, ob sie auf mein Rufen hin die Richtung wechseln soll oder nicht!
Ein letzter Blick zurück nach Haunkenzell (seht ihr den Kirchturm zwischen den Bäumen?) und wir wandern auf Wiesen- und Waldwegen bis nach Stubenhof, einem Ortsteil von Stallwang.
Die heutige Etappe hat eine Länge von 13 km; das sollte gut zu schaffen sein. Allerdings wird im Goldsteig-Führer vor dem anstrengenden Aufstieg zum Gallner gewarnt. Dort soll man mit seinen Kräften haushalten, heißt es.
Papperlapapp; kein Problem für uns, oder ?! Wir sind guter Dinge, denn die Witterung lässt ein flottes Tempo zu, ohne dass man sofort zu schwitzen beginnt. Trödeleien sind heute eh´ nicht gefragt, weil man beim Stehenbleiben schnell zu frösteln beginnt.

Ein zugewachsenes Wegstück

Kurz vor Stubenhof auf einem abgeholzten Waldstück ist der Goldsteig-Weg kurzzeitig so zugewachsen, dass wir nur mühsam durchkommen (man bleibt leicht an den Dornen der Beerensträucher hängen). Scheinbar ist hier die Zahl der Wanderer so gering, dass sich die Pflanzen in aller Ruhe auf dem Weg ausbreiten konnten. Aber egal, wir sind durch und schon geht´s weiter.
Weil wir heute wieder das Startfoto vergessen haben, hier noch eine Aufnahme von uns beiden vor einer Damwild-Koppel in Stubenhof.

Aufwärts in Richtung Gallner

Falls Sie als meine Leser einen Wanderurlaub mit dem Vierbeiner planen, kann ich den Goldsteig-Wanderweg mit seinen vielseitigen Etappen nur empfehlen.
Die nächsten Kilometer der Strecke führen uns nicht steil, aber stetig bergauf.
Kurze Zeit später bin ich einen kleinen Moment am Überlegen, ob ich statt des Goldsteig-Wanderwegs auf den Jakobsweg umschwenke. Als ich allerdings die Kilometeranzahl sehe, verschiebe ich diese Unternehmung auf nächstes Jahr.
Nur noch gut 2 km; der Hausberg der Gemeinde Konzell ist nahe. Es ist doch ganz schön anstrengend, aber es macht auch Spaß, mal so richtig aus der Puste zu kommen.
Bevor wir den Gipfel des Gallners mit einer Höhe von 709,5 m erklimmen, machen wir kurz Station auf dem Einödhof. Dort hat die junge Generation der Gallner-Bauern das alte Bauernhaus renoviert und wohnt selbst darin. Als kleine Zusatzinformation: namensgebend für den Gallner war seine Bedeutung als Bergweide für das Jungvieh.
Das ist wirklich eine Augenweide! (ich meine natürlich das Haus :-) )

Die Gallnerkirche – ein beliebtes Wallfahrtsziel

Direkt unterhalb des Hofes befindet sich das uralte Gallnerkirchlein. Im Jahr 1490 wurde es erstmals in einer römischen Urkunde genannt, die Erbauung muss noch viel weiter zurückliegen, möglicherweise bis zur Keltenzeit.
Der Kirchenpatron der idyllischen kleinen Kirche ist der Hl. Sixtus, um den sich viele Sagen ranken. Um 1800 fiel die Gallner-Kirche der Säkularisation (Aufhebung kirchlicher Institutionen und Verstaatlichung des Besitzes) zum Opfer. Sie wurde von einem Bauern aufgekauft, unter der Auflage, sie zu einem Wohnhaus oder Stall umzuwandeln. Ungefähr 50 Jahre später wurde, auf Drängen des damaligen Pfarrers von Konzell, diese Entweihung des Gotteshauses  aufgehoben. Seither dürfen dort wieder Gottesdienste stattfinden. Seit der Renovierung zwischen 1976-1980 erstrahlt das Gallnerkirchlein wieder in vollem Glanz.

Hinauf zum Gipfel

Auf dem direkten Weg zum Gipfel auf einer kleinen Teerstraße werfen wir einen Blick zurück zur Kirche. Leider ist es heute etwas neblig, aber das Wetter kann unsere Freude über den gelungenen Aufstieg nicht trüben.
Wir sind ganz oben! Das erste Gipfelkreuz wurde 1977 durch die Sektion Straubing des Bayerischen Waldvereins und der Weiß-Blau-Königstreuen aufgestellt. Das jetzige Kreuz wurde am Pfingstmontag 2002 feierlich eingeweiht.
Seit über 30 Jahren veranstaltet der Bayerische Waldverein, Sektion Konzell, jährlich am Pfingstmontag das Gallnerbergfest, das über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist.
Und so sieht ein richtiger Goldsteig-Wander-Hund aus!

Von nun an geht´s wieder bergab

Unsere Wanderung führt uns weiter auf Waldwegen in Richtung Denkzell. Bis dorthin sind es noch ca. 4 km. Das zur Gemeinde Konzell gehörende Dörfchen Denkzell ist ehemaliges „Golddorf“. Im Jahr 1995 wurde es auf Bundesebene im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet.
Impressionen von Denkzeller HäusernHaus in Denkzell

Konzell, das Etappenziel

Bei unserem Wanderurlaub mit dem Vierbeiner  bzw. der heutigen Etappe Haunkenzell-Konzell bleiben noch 2 Kilometer und wir erreichen unser Etappenziel Konzell. In der Ortsmitte, gegenüber der Kirche und direkt neben dem Grundschuleingang, machen wir unser Abschlussfoto vor dem Goldsteig-Etappenschild.
Wanderurlaub mit dem Vierbeiner Beim ersten Versuch war von Kira nur ein bißchen Fell zu sehen, sonst nichts; also haben wir beim zweiten Versuch lieber unsere Köpfe abgeschnitten, damit Kiras Kopf ganz zu sehen ist.

Unsere Fleißaufgabe für heute

Und weil wir noch gar nicht müde sind, machen wir ein paar Zusatzschritte. Die nächste Etappe S 15 startet normalerweise in der Ortsmitte; wir absolvieren diesen ersten Kilometer heute noch. Wir marschieren an der Pfarrkirche St. Martin und dem Friedhof vorbei, über die Hauptstraße hinunter bis zum Bleichhaus. Dort genießen wir den friedlichen Anblick von grasenden Pferden auf der Koppel. Noch weiter bergab geht es und durch den Talgrund auf der anderen Seite hoch zum Donau-Regen-Radwanderweg.
Da sind wir nun und beenden offiziell unseren Wanderurlaub mit dem Vierbeiner für heute.
Wir gehen (inoffiziell) auf dem Radweg bis Kumpfmühl und dann nach Hause. Ich freue mich schon auf die nächste Etappe!