Hundeschule Tipps & Tricks

Neues von der Hundeschule aus der Hundetrickkiste

Wer möchte seinem vierbeinigen Liebling nicht auch ein paar nette Tricks beibringen?! Nichts leichter als das; mit der richtigen Technik und ein paar grundsätzlichen Maßnahmen ist das kein großes Problem. Denn jeder Hund kann (und möchte) lernen; der Umfang des Lerninhalts sollte allerdings an Alter, Rasse und Eigenheiten des jeweiligen Hundes angepasst werden.

Warum soll und kann ein Hund Tricks lernen?

Darauf gibt es einige Antworten; als erstes und wichtigstes Argument ist die Stärkung der Bindung zwischen Mensch und Hund. Durch die Beschäftigung und dem verbesserten Kennenlernen des Tiers kann die Verbindung zwischen Hundehalter und Hund vertieft und gefestigt werden.

Gleichzeitig stärkt es das Selbstvertrauen des Tiers. Außerdem kann es bei nicht ausgelasteten Hunden verhindern, dass sie auf “dumme Gedanken” kommen: statt in der Wohnung Schuhe zu zerfetzen wird die überflüssige Energie so in “gute und sinnvolle Bahnen” gelenkt.

Hundeschule ist Spass für beide – Mensch und Tier – ergibt sich in den meisten Fällen von selbst. Denn anders als beim Gehorsamkeitstraining, bei dem Ernst und Disziplin höhere Priorität haben, entpuppt sich das Lernen von Tricks als oft lustige Angelegenheit.

Um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, wendet man am besten wissenschaftlich erprobte Verhaltenstechniken an. Zum Lernen eines neuen Tricks wird im Schritt-für-Schritt Verfahren trainiert: kurze Einheiten, die sich auf eine zu erlernende Fähigkeit konzentrieren. Danach wird dieses Verhalten durch Wiederholungen geübt, verfeinert und evtl. erschwert; alles natürlich ohne Gewalt und Druck für das Tier.
Insgesamt stellt sich Erfolg durch konsequentes, regelmäßiges Üben kombiniert mit Belohnungen und positiven Rückmeldungen zum Hund ein.

Einige allgemeinverbindlichen Regeln für das Training mit dem Hund:

  1. Jeder Hund ist anders, hat seinen eigenes Wesen und dazugehörige Charaktereigenschaften; darauf muss unbedingt geachtet werden, um den Hund nicht zu über- bzw. unterfordern, sondern positive Resultate aus dem Üben in der Hundeschule zu ziehen
  2. Sofortiges und angemessenes Feedback ist für den Hund wichtig, um zu verstehen, was von ihm gefordert wird bzw. ob er etwas richtig oder falsch gemacht hat
  3. Grundlage für das Einüben von Tricks ist, dass der Hund einfache Kommandos und Gehorsamkeitsregeln beherrscht
    Üben in ruhigem Umfeld, nicht direkt nach dem Fressen, ist wichtig für die Aufmerksamkeit des Hundes

Hilfsmittel für die Übungseinheiten in der Hundeschule können sein: der Target-Stab; er soll dem Tier zeigen, dass es etwas mit der Schnauze oder Pfote antippen soll. Oder der Clicker, ein beliebtes Konditionier-Instrument, mit dem der Hund zuerst auf das Knacken des Klickers konditioniert wird (d. h. Knacken bedeutet Belohnung) und im zweiten Schritt das gewünschte Verhalten mit dem Klicker “belohnt” wird; das bedeutet für den Hund, dass er etwas richtig gemacht hat.

Trick: Peng oder TotstellenHundeschule

Um den Trick “Peng” oder auch “Totstellen” mit dem Hund einzuüben, wird das Tier als erstes ins “Platz” gebracht. Mit einem Leckerli über seinen Kopf seitlich nach hinten versucht man, den Hund in die Seitenlage zu bringen (ähnlich ist die Vorgehensweise auch beim “Rolle” erlernen). Manchmal ist es nötig, mit der Hand ein wenig nachzuhelfen und den Kopf ein wenig Richtung Boden zu drücken. Beim Erreichen der gewünschten Position wird das Kommando “Peng” gegeben, und kräftig gelobt z. B. auch mit Leckerli. Am Anfang benötigt man vielleicht etwas Geduld, bis der Hund die Bewegung mit dem Kommando verknüpft hat. Aber mit regelmäßigem Üben stellt sich auch der gewünschte Erfolg ein.

Trick: Kommando Pfote

Um das Kommando “Pfote” zu lernen, muss der Hund zuerst ins “Sitz” gebracht werden. Dann nimmt man vorsichtig die gewünschte Pfote und spricht das Kommando “Pfote”. Dies wiederholt man einige Male, evtl. auch mit Verstärkung durch Leckerlis. Ein nächster Schritt ist, die Pfote nur noch anzutippen und das Kommando “Pfote” zu geben; wenn der Hund sie hochhebt, die Pfote nehmen und loben (evtl. Leckerli). Nach entsprechender Übungszeit wird auch das Antippen nicht mehr notwendig sein, und der Hund hebt die Pfote von selbst nach dem gegebenen Kommando “Pfote”.

Trick: Kommando Rolle

Ein netter Hundetrick, bei dem zum Einüben am Wichtigsten ist, zu schauen, auf welche Seite sich der Hund am liebsten legt. Legen Sie den Hund also ins Platz. Wenn er gerade liegt, führt man ein Leckerli seitlich an seinem Kopf vorbei. Da er es haben möchte, dreht er seinenKopf mit. Dadurch kommt er in eine seitliche Liegeposition. Je nachdem, wie fit das Tier mit dem Üben ist, belässt man es am Anfang dabei; oder man führt das Leckerli weiter, gibt das Kommando “Rolle” und der Hund rollt sich automatisch rundherum, wenn er dem Leckerli folgt. Die ersten Male kann man auch mit einem kleinen Schubs sanft nachhelfen. Dann loben und mit dem Leckerli belohnen!
Wichtig ist: wenn eine Seite klappt, auch zur anderen Seite hin probieren.